Ein herzliches Hallo unsere lieben LeserInnen!
Wir haben es heute endlich geschafft, alle Felder mit Saatgut zu füllen und von nun an habe ich auch wieder Zeit mich um andere Sachen zu kümmern (wie z.B. Bloggen!). Ich habe ein paar ziemlich stressige Wochen hinter mir doch zum Glück alles recht gut überstanden. :)
Zurück zum Anfang...
Als erstes begann das Ag-Department (Australisches Agrar-Amt) deren Raps-Versuch in einem von Rohans Feldern zu säen. Es handelt sich dabei um einen drei-jährigen Versuch über verschiedene Sätiefen, Reihenabstände und auch Pflanzen/Saatgut-Behandlungen. Kurz darauf kamen Malcolm (unser neuer Mitarbeiter von Neuseeland) und ich zum Einsatz. Ich hatte die Ehre, während der Säzeit die Nachtschicht zu übernehmen. Vorerst dachte ich wir rotieren Tag/Nacht jede Woche, doch dem war nicht so (was letztendlich eine ganz gute Entscheidung war um nicht den totalen Überblick zu verlieren). Somit machte ich ganz einfach die Nacht zum Tag und gewöhnte mich ganz schnell daran. Als erstes wurde Raps gesät, danach kam Lupinie und last but not least natürlich Weizen. Nachdem wir im ersten Rapsfeld alle Konfigurationen der Sämaschine vornahmen, wir mussten erst Geschwindigkeit, Windgeschwindigkeit und Sätiefe bestimmen, ging es sogleich flott dahin mit den ersten hundert Hektar. Schon nach ein paar Tagen war der Raps im Boden und die Lupinie kam in den Sätank. Zuvor noch schnell die Zellräder neu kalibriert und weiter ging die wilde Fahrt. Lupinie wird "wide-row" gesäht, dazu klappten wir ganz einfach jeden zweiten Zinken nach oben (wie praktisch!). Kurz darauf folgte auch mein erstes "fuck-up". Ich startete in ein neues Feld und bemerkte nicht, das die Windgeschwindigkeit sich nur auf 1700 u/min befand (ganze 1000 Umdrehungen zu wenig). Dies hatte zufolge, dass ich die nächsten drei Stunden damit verbrachte, alle verstopften Särohre auszuräumen. Also merke: Hat das Gebläse ein kleines Problem, macht sichs die Lupinie in den Rohren bequem! Von da an ging es jedoch zügig weiter bis zum Weizen. Nachdem wir mit dem Weizen begonnen hatten, waren wir nur mehr auf "Hektarjagd". Wie es Bernhard schon so schön mit Worten umfasst hat: Eat.Sleep.Drive.Repeat. Letzte Woche übersiedelten wir dann auf die andere Farm (Bellamore-Farm). Dort hatten wir zwar Schwierigkeiten zu vermeiden, dass die Zinken der hinteren Reihe die bereits gebildeten Furchen der Vorderzinken nicht wieder zufüllten. Dies erreichten wir mehr oder weniger mit verringern der Sätiefe und langsameren Fahren. Und somit war auch die Bella-Farm geschafft. Die letzen drei Tage säten wir nun die letzten Hektar hier zuhause und somit ist wieder ein großer Stein vom Herzen gefallen wie man so schön sagt.
Hier die Bilder dazu:
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| Ag-Department bei der Arbeit |
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| gemütlicher Start in eine hoffentlich ruhige Nacht |
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| was gesät wurde (blau) und was nicht (grau) ist am Bildschirm zu sehen |
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| noch bin ich munter =P |
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| wechseln und kalibrieren der Zellräder |
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| einfach hochklappen |
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| ja..so sollte es nicht aussehen |
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| befüllt wird bei Schichtwechsel morgens und abends |
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| man kann ja über Steine säen.... |
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| ...aber das ist dann doch zu viel |
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| Traktor wird befüllt zeitgleich.. |
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| ..mit den Tanks um Zeit zu sparen |
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| *hust hust hust* |
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| Malcolm gibt den Lagern die nötige "Fettn" |
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| DAPNP...Diammoniumphosphat als Dünger |
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| Vom großen Tank zum Traktor gebracht |
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| erste Lupinien schon nach ein paar Wochen |
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| einfach direkt in die Stoppel gesät |
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| endlose weiten...die Bellamore-Farm |
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| auch der Raps kann sich schon sehen lassen |
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| die letzte Ladung Weizen... |
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| ..und rein damit |
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| Geschafft! |
Und so sehen die Pläne aus für die restliche Zeit in Oz: als erstes werde ich Versuchen unser geliebtes Auto zu "verscherbeln", dann heißt es Abschied nehmen von den Fords und weiter geht es mit einem weiteren Erkundungsurlaub bevor ich mich wieder mit Bernie in Brisbane treffe; wohin mich dieser bringt kommt natürlich im nächsten Eintrag :P
Somit, bleibt dran mit dem Lesen, ich geh ins Bett
Bussis Flo
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